Entschädigung für Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Sie haben Anspruch auf die Entschädigung, wenn Sie in Ihrem Betrieb angestellt sind, eine Funktion als Gesellschafter(in) innehaben und einen Lohnausfall infolge Betriebsschliessung oder dem Veranstaltungsverbot erleiden, dies gilt auch für deren mitarbeitende Ehegatten resp. eingetragene Partner. Dabei ist unerheblich, ob die Betriebsschliessung oder das Veranstaltungsverbot von den kantonalen Behörden oder auf Bundesebene entschieden wurde.

Wenn Sie nicht von einer Betriebsschliessung oder dem Veranstaltungsverbot betroffen sind, haben Sie dennoch Anspruch auf die Entschädigung, wenn Sie einen Lohnausfall erleiden und Ihre Firma einen wesentlichen Umsatzrückgang aufgrund der Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus erfährt. In diesem Fall muss der monatliche Umsatz im Antragsmonat für Ansprüche bis zum 18. Dezember 2020 mindestens 55% und für Ansprüche ab dem 19. Dezember 2020 mindestens 40% tiefer sein im Vergleich zum durchschnittlichen Monatsumsatz der Jahre 2015-2019 oder während der tatsächlichen Dauer Ihrer Tätigkeit. Zudem muss das AHV-pflichtige Erwerbseinkommen im Jahr 2019 mindestens Fr. 10'000.- betragen haben.

 

Übergangsregelung für den Monat Dezember 2020 (Senkung der Limite des Umsatzrückgangs von 55% auf 40% per 19.12.2020):

  • Wenn Sie für den ganzen Monat Dezember einen Umsatzrückgang von mindestens 40%, aber weniger als 55% erleiden, so haben Sie Anspruch auf den Erwerbsersatz ab dem 19.12.2020, sofern alle übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind.
  • Wenn Sie für den ganzen Monat Dezember einen Umsatzrückgang von mindestens 55% erleiden, so haben Sie Anspruch auf den Erwerbsersatz für den ganzen Monat Dezember, sofern alle übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind.

 

Wie ist die für den Entschädigungsanspruch massgebende wesentliche Einschränkung der Erwerbstätigkeit definiert?

Eine wesentliche Einschränkung der Erwerbstätigkeit liegt vor, wenn der Umsatz im Antragsmonat für Ansprüche bis zum 18. Dezember 2020 um mindestens 55% und für Ansprüche ab 19. Dezember 2020 40% tiefer ist als der durchschnittliche Monatsumsatz der Jahre 2015-2019 resp. der tatsächlichen Dauer der Tätigkeit. Dabei ist stets vom Umsatz für den ganzen Kalendermonat auszugehen. Der Anspruch ist rückwirkend jeweils für einen oder mehrere ganze Monate geltend zu machen, in welchen die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Die antragsstellende Person hat die entsprechenden Berechnungen zur Ermittlung des durchschnittlichen monatlichen Umsatzes im Formular vorzunehmen.